letze Änderung: 28.01.2006
Die Enddeckelung der WABEN Das Schleudern der WABEN Das Sieben des HONIGS

Der Honig ist das Produkt, das die Bienen aus dem gesammelten Nektar unter Hinzufügen körpereigener Stoffe erzeugen.

Im Wesentlichen unterscheiden wir Blütenhonige und Honigtau- oder Blatthonige. Die Berliner Imker können in günstigen Jahren Obstblüten-, Akazienblüten- und Lindenblütenhonig getrennt ernten. Die Blütenhonige können fast farblos oder von hell- bis dunkelgelber Farbe sein. Nach einiger Zeit der Lagerung kandiert jeder naturbelassene Honig zu einer mehr oder weniger festen Masse. Bei einigen Sorten kann dieser Vorgang in wenigen Wochen erfolgen, bei anderen, wie z.B. Akazienhonig kann das Kandieren über ein Jahr dauern. Durch vorsichtiges Erwärmen, jedoch nicht über 40 Grad C, und umrühren, kann der Honig wieder verflüssigt werden. Honigtauhonig, der gelegentlich im Spätsommer noch anfällt, ist von dunkler Farbe und würzigem Geschmack. Er kandiert in der Regel erst nach längerer Zeit und auch meistens unvollständig.

Der Honig wird von den Imkern ohne Erwärmen durch Schleudern aus völlig brutfreien Waben gewonnen und zur Abtrennung grober Wachsteilchen bei Raumtemperatur gesiebt. Er bleibt völlig naturbelassen und enthält daher in vollem Umfang seine natürlichen Wirkstoffe.

Durch das unterschiedliche Trachtangebot von Jahr zu Jahr ist dieser Honig natürlichen Geschmacksvariationen unterworfen.
 
 

Weitere Bienenprodukte

sind Pollen, Wachs, Propolis,Gelee Royal und Bienengift.
 
 

Pollen (Blütenstaub) wird von den Bienen an den Blüten in den sogenannten Höschen gesammelt. Vermischt mit Honig, Wasser und Fermenten, wird er an die Bienenbrut verfüttert. Pollen ist eine hochwertige Eiweißnahrung. Durch seine wertvollen Bestandteile ist er zu einem begehrten Naturheilmittel geworden.
 
 

Wachs ist ein körpereigenes Produkt der Jungbienen. Es wird aus Drüsen ausgeschieden und von den Bienen zum Bau der Waben verwendet. Vom Imker aus Altwaben gewonnen, wird es der weiteren Verarbeitung zugeführt. Außer der hauptsächlichen Verarbeitung zu Mittelwänden (Bauhilfe für neue Bienenwaben) findet das Bienenwachs u. a. Anwendung für Kerzen, Kunsthandwerk, Kosmetika, Holzbehandlung, Süßwaren und pharmazeutische Produkte.
 
 

Propolis (Kittharz) ist ein weiterer Baustoff im Haushalt der Bienen. Im Gegensatz zum Wachs ist es kein körpereigenes Produkt, sondern ein Gemisch von Baumharzen, das von den Bienen ähnlich wie Pollen gesammelt wird. Die Bienen verwenden dieses keimhemmend wirkende Material um ihren gesamten Wabenbau und die Beute zu überziehen und um größere Ritzen oder Löcher in der Beute zu verkitten. Von einem Bienenvolk können pro Jahr nur etwa 60 g geerntet werden. Es findet Verwendung als Räuchermittel, Möbelpolitur, Geigenlack und jetzt wieder verstärkt in der Heilkunde; ein Verwendungszweck, der dem hohen Wert dieser Substanz am ehesten Rechnung trägt. Es wird hierfür auch im Handel in verschiedenen Präparaten angeboten.
 
 

Das Bienengift dient den Bienen zur Verteidigung des Bienenvolkes. Es tritt beim Stechen durch den Stachel aus und verursacht den typischen Schmerz und die nachfolgende Schwellung. Diese Wirkung des Stiches ist keine allergische Reaktion. Sticht eine Biene den Menschen, verliert sie dabei den Stachel und verendet. Eine Biene verfügt maximal über 0,3 Milligramm Bienengift. Es wird in dafür speziell ausgestatteten Betrieben gewonnen und in der Pharmazie eingesetzt.
 
 

Gelee Royal wird in der Kopfdrüse der Ammenbienen gebildet und dient der Ernährung der Bienenmaden in den ersten Lebenstagen und der Königin während ihres ganzen Lebens. Wegen seiner Zusammensetzung aus hochwertigen Naturstoffen wird ihm vielerlei Wirkung zugeschrieben. Gelee Royal wird als Präparat zubereitet in Apotheken, Drogerien und im Reformhaus angeboten.